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19 März 2023

Waffenfunktion: Direkter Gasdrucklader per Hebel ins Langsame übersetzter Masseverschluss (Angeblich)

Angebliche Funktionsbeschreibung eines Feuerwaffenverschlusssystems. Angetrieben durch direkten Gasdruck und Übersetzung ins Langsamere per Hebel, Masseverschluss. Verwendet in FN 57 "Sive-seveN".

Achtung: Bei dieser Beschreibung, handelt es sich um die Wiedergabe einer, im us-amerikanischen Sprachraum weit verbreiteten, Ansicht zur Funktion des Systems. Diese wurde jedoch widerlegt, eine Beschreibung der tatsächlichen Abläufe des Systems folgt bald

Direkter Gasdrucklader mit Hebelübersetzung
Kinematik: Direkter Gasdrucklader mit Hebelübersetzung

Bild 1: Die Waffe ist geladen und befindet sich in Ruheposition.

Bild 2: Der Schuss bricht, die Triebladung wird in die Treibgase umgesetzt. Der Druck dieser Gase wirkt in der Brennkammer der Patrone zu allen Seiten hin. Die auf den Geschossboden wirkenden Gase treiben das Geschoss aus der Hülse in den Lauf der Waffe. Sobald das Geschoss in den Übergangskonus eintritt, ist der Gasdruck in der Lage, die Patronenhülse nach hinten zu treiben. Da die Hülse vom Verschluss (rot) abgestützt wird, übertragt sich die Rücklaufkraft auf diesen. Da der Verschluss (rot) selber nur kraftschlüssig abgestützt ist bewegt sich dieser ebenfalls nach hinten.

Bild 3: In eine Mulde im Verschluss (rot) sitzt jedoch der Arm eines Hebels (grün). Bei seinem Rücklauf zwingt der Verschluss (rot) diesen Hebel (grün) dazu abzukippen. Da der Hebel (grün) auch Kontakt mit dem beweglich gelagerten Lauf (petrol) hat, überträgt der Hebel (grün) sie Öffnungsbewegung auch auf den Lauf. Dabei arbeitet der Hebel (grün) gegen die natürliche Vorwärtsbewegung des Laufes. Diese entsteht, wenn das Geschoss vom Gasdruck nach vorne durch den Lauf getrieben wird und durch Reibung diese Bewegung auf den Lauf überträgt.

Bild 4: Durch die Verkettung der Bewegung von Verschluss (rot), Hebel (grün) und Lauf (petrol) wird der Lauf gezwungen, für jede Strecke welcher der Verschluss (rot) zurücklegt ebenfalls eine kleinere Strecke zurückzulegen. Bei der Öffnung muss also also die Masseträgheit vom Verschluss (rot) und vom Lauf (petrol) überwunden werden. Zudem wird die Öffnungsbewegung dadurch erheblich verlangsamt, das der Lauf (petrol) mit seiner Patronenkammer dem Verschluss (rot) folgt.

Bild 5: Sobald das Geschoss den Lauf der Waffe verlassen hat, kommt es im Lauf der Waffe zu einem plötzlichen Abfall des Gasdrucks, wodurch er dem Verschluss (rot) als Antrieb nicht mehr zur Verfügung steht. Dieser hat jedoch bei seinem Rücklauf bis dahin genug Bewegungsenergie aufgenommen, um durch sein Beharrungsvermögen weiter zurückzulaufen. Dabei klingt sich seine Mulde aus dem Hebel (grün) aus und der Verschluss (rot) kann seinen Rücklauf, ohne die zusätzliche Massebelastung durch den Lauf (petrol), vorsetzen.

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waffentechnik.wordpress.com

Waffenfunktion: Direkter Gasdrucklader mit nachverlangsamtem Masseverschluss

Funktionsbeschreibung eines Feuerwaffenverschlusssystems. Angetrieben durch direkten Gasdruck, nachverlangsamt durch Zusatzmasse. Verwendet in der Glock 25.

Direkter Gasdrucklader mit Nachverlangsamung
Kinematik: Direkter Gasdrucklader mit Nachverlangsamung

Bild 1: Die Waffe ist geladen und befindet sich in Ruheposition.

Bild 2: Der Schuss bricht, das Treibmittel in der Patronenhülse setzt sich in Pulvergase um. Der Druck dieser Gase wirkt zu allen Seiten gleichzeitig. Das auf den Geschossboden wirkende Druck treibt das Geschoss aus dem Hülsenmund in den Übergangskonus des Laufes. Sobald die Patrone kein geschlossenes System mehr darstellt, ist der Gasdruck in der Lage die Patronenhülse nach hinten zu treiben. Da die Hülse vom Verschluss (rot) abgestützt wird, überträgt sich die Rücklaufkraft auf diesen. Da der Verschluss (rot) nur kraftschlüssig abgestützt wird, bewegt sich dieser ebenfalls nach hinten.

Bild 3: Der Verschluss (rot) ist in der Lage, genau soweit nach hinten zu laufen, bis die Sicherheitsstrecke der Patronenhülse fast erreicht ist. Dann Stößt er an die Zusatzmasse (lila), da auch diese Zusatzmasse (lila) nur kraftschlüssig abgestützt ist, überträgt sich die Bewegung der Patronenhülse über den Verschluss (rot) auf diese.

Bild 4: Die weitere Öffnungsbewegung wird durch die angehängte zusätzliche Masse verlangsamt. Wäre die Zusatzmasse (lila) nicht vorhanden, würde sich der Verschluss (rot) sehr viel schneller öffnen und die Sicherheitsstrecke der Patronenhülse überschreiten.

Bild 5: Sobald das Geschoss den Lauf der Waffe verlassen hat, kommt es im Lauf zu einem abrupten Abfall des Gasdruckt, der Patronenhülse geht ihr Antrieb verloren. Verschluss (rot) und Zusatzmasse (lila) haben bei ihrem Rücklauf jedoch genug Bewegungsenergie aufgenommen, um durch ihr Beharrungsvermögen den Rest der Rücklaufstrecke auch ohne Antrieb zu bewerkstelligen.

Quellen:

Die principiellen Eigenschaften der automatischen Feuerwaffen, Karel Krnka, 1902

Die Handfeuerwaffen Ihre Entwicklung und Technik, Robert Weisz, 1912

Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr, C. Cranz, 1926

Handfeuerwaffen, Systematischer Überblick, Jaroslav Lugs, 1956

Rheinmetall Waffentechnisches Taschenbuch, Dr. R. Germershausen, 1977

Waffenlehre - Grundlage der Systemlehre, Wolfgang Pietzner, 1998

Verschlusssysteme von Feuerwaffen, Peter Dannecker, 2016

Grundlagen der Waffen- und Munitionstechnik, Thomas Enke, 2021

Hatcher's Notebook, A Standard Reference Book, Julian S. Hatcher, 1948

The Machine Gun Analysis of Automatic Firing Mechanism, Georg M. Chinn ,1955

Engineering Design Handbook Automatic Weapons, USA Materiel Command, 1970

Dieser Beitrag erscheint mit freundlicher Genehmigung von:

waffentechnik.wordpress.com

Waffenfunktion: Direkter Gasdrucklader mit Liderung belastetem Masseverschluss

Funktionsbeschreibung eines Feuerwaffenverschlusssystems. Angetrieben durch direkten Gasdruck, belastet per Überliderung, Masseverschluss. Verwendet in Kimball Combat.

Kinematik: Direkter Gasdrucklader mit Liderungsbelastung

Bild 1: Die Waffe ist geladen und befindet sich in Ruheposition.

Bild 2: Der Schuss bricht, das Treibmittel in der Brennkammer der Patronenhülse setzt sich in Pulvergase um. Der Druck dieser Gase wirkt zu allen Seiten hin, die auf den Mund der Patronenhülse wirkende Gasdruck sorgt dafür, dass das Hülsenmaterial in eine Ringnut gedrückt wird, welche in den vorderen Teil des Patronenlagers geschnitten wurde. Gleichzeitig treibt der Gasdruck das Geschoss aus der Patronenhülse.

Bild 3: Sobald das Geschoss in den Übergangkonus des Laufes eintritt und die Patronenhülse kein geschlossenes System mehr darstellt, versucht der Gasdruck, welcher auf den Hülseninnenboden wirkt, die Patronenhülse nach hinten zu treiben. Dieses Austreiben wird jedoch dadurch behindert, dass das Material der Patronenhülse vom Gasdruck in die Ringnut gepresst wird und für einen reibschlüssigen Widerstand sorgt.

Bild 4: Es kommt zu einem Kräftemessen zwischen dem Druck auf den Hülseninnenboden und dem Druck auf den Hülsenmund in der Ringnut. Da der Hülsenboden eine größere Fläche aufweist, welche vom Gasdruck beaufschlagt werden kann, wird dieses Kräftemessen von der nach hinten gerichteten Kraft gewonnen. Da die Patronenhülse vom Verschluss (rot) abgestützt wird, überträgt sich die Bewegung auf diesen. Da der Verschluss (rot) nur kraftschlüssig abgestützt ist, bewegt sich dieser ebenfalls nach hinten. Dies tut er jedoch langsamer, als wenn die Ringnut nicht existieren würde.

Bild 5: In dem Moment, in dem das Geschoss den Lauf der Waffe verlässt, fällt der Gasdruck im Lauf schlagartig ab. Damit gehen sowohl dem Hülseninnenboden als auch der Ringnut ihre Antriebskräfte verloren. Da jedoch der Verschluss (rot) während der Wirkzeit genug Bewegungsenergie aufnehmen könnte, bewegt er sich, durch das Beharrungsvermögen seiner Masse, weiterhin nach hinten. Dabei zieht er die Patronenhülse aus der Patronenkammer heraus und biegt dabei den Hülsenmund fast in seine ursprüngliche Form zurück. Letzteres sorgt noch mal für eine Verlangsamung der Öffnungsbewegung.

Quellen:

Die principiellen Eigenschaften der automatischen Feuerwaffen, Karel Krnka, 1902

Die Handfeuerwaffen Ihre Entwicklung und Technik, Robert Weisz, 1912

Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr, C. Cranz, 1926

Handfeuerwaffen, Systematischer Überblick, Jaroslav Lugs, 1956

Rheinmetall Waffentechnisches Taschenbuch, Dr. R. Germershausen, 1977

Waffenlehre - Grundlage der Systemlehre, Wolfgang Pietzner, 1998

Verschlusssysteme von Feuerwaffen, Peter Dannecker, 2016

Grundlagen der Waffen- und Munitionstechnik, Thomas Enke, 2021

Hatcher's Notebook, A Standard Reference Book, Julian S. Hatcher, 1948

The Machine Gun Analysis of Automatic Firing Mechanism, Georg M. Chinn ,1955

Engineering Design Handbook Automatic Weapons, USA Materiel Command, 1970

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Waffenfunktion: Direkter Gasdrucklader mit Gasdruck belastetem Masseverschluss

Funktionsbeschreibung eines Feuerwaffenverschlusssystems. Angetrieben durch direkten Gasdruck, belastet per Gasbelastungskolben, Masseverschluss. Verwendet in H&K P7 und Largo Alien.

Kinematik: Direkter Gasdrucklader mit Gasbelastung

Bild 1: Die Waffe ist geladen und befindet sich in Ruheposition.

Bild 2: Der Schuss bricht, das Treibmittel in der Patronenhülse setzt sich in Gasdruck um. Dieser Gasdruck beaufschlagt das innere der Patronenhülse, wie auch den Boden des Geschosses. Letzterer Druck treibt das Geschoss aus dem Hülsenmund heraus. Sobald das Geschoss die Patronenhülse verlassen hat, ist der Gasdruck in der Lage die Patronenhülse nach hinten zu treiben. Da diese vom Verschlusskörper (rot) abgestützt wird, überträgt sich die Rücklaufkraft auf diesen. Da der Verschluss lediglich kraftschlüssig abgestützt ist, beginnt dieser mit dem Rücklauf.

Bild 3: Das Geschoss passiert eine Gasentnahmebohrung im Lauf und der Gasdruck füllt in kürzester Zeit den Belastungszylinder. Dort beaufschlagt der Gasdruck die Kolbenstirn des Belastungskolbens (blau). Da der Belastungskolben (blau) der Öffnungsbewegung des Verschlusses (rot) entgegen wirkt, kommt es zu einem Kräftekonflikt. Bei diesem hat jedoch der Verschluss (rot) die Oberhand, da seine vom Gasdruck beaufschlagte Fläche größer ist. Dabei handelt es sich um den inneren Boden der Patronenhülse, welche vom Gasdruck immer noch nach hinten getrieben wird.

Bild 4: Das Kräftemessen der beiden Kolben sorgt jedoch dafür, dass sich der Verschluss (rot) langsamer öffnet, als dies der Fall wäre, würde der Belastungskolben (blau) nicht existieren.

Bild 5: Sobald das Geschoss den Lauf der Waffe verlässt, verlieht erst der Öffnungskolben, bestehend aus Lauf und Patronenhülse und kurze Zeit drauf auch der Schließkolben, besteht aus Belastungszylinder und Belastungskolben (blau), seinen Gasdruck und damit seine Antriebskraft. Da jedoch der Verschluss über die ganze Zeit hinweg stärker angetrieben wurde, hat er bei seinem Rücklauf genug Bewegungsenergie aufnehmen können, um sich durch sein Beharrungsvermögen selber komplett zu öffnen.

Quellen:

Die principiellen Eigenschaften der automatischen Feuerwaffen, Karel Krnka, 1902

Die Handfeuerwaffen Ihre Entwicklung und Technik, Robert Weisz, 1912

Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr, C. Cranz, 1926

Handfeuerwaffen, Systematischer Überblick, Jaroslav Lugs, 1956

Rheinmetall Waffentechnisches Taschenbuch, Dr. R. Germershausen, 1977

Waffenlehre - Grundlage der Systemlehre, Wolfgang Pietzner, 1998

Verschlusssysteme von Feuerwaffen, Peter Dannecker, 2016

Grundlagen der Waffen- und Munitionstechnik, Thomas Enke, 2021

Hatcher's Notebook, A Standard Reference Book, Julian S. Hatcher, 1948

The Machine Gun Analysis of Automatic Firing Mechanism, Georg M. Chinn ,1955

Engineering Design Handbook Automatic Weapons, USA Materiel Command, 1970

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08 März 2023

Waffenfunktion: Direkter Gasdrucklader mit Vertikalblock übersetztem Masseverschluss

 Funktionsbeschreibung eines Feuerwaffenverschlusssystems. Angetrieben durch direkten Gasdruck, verlangsamt durch Vertikalblock übersetzten Masseverschluss. Übersetzung ins langsamere auf kleinere Teilmasse. Verwendet in der US Maschinenpistole Thompson M1928

Achtung: Diese Funktionsbeschreibung beschreibt den Verschluss so, wie es sich nach dem aktuellen Stand der Forschung darstellt. Die Beschreibung dazu, wie der Blish-Verschluss laut dem Erschaffer angeblich funktionieren sollte folgt bald. 

Kinematik: Direkter Gasdrucklader mit übersetztem Vertikalblockverschluss
Kinematik: Direkter Gasdrucklader mit übersetztem Vertikalblockverschluss

Bild 1: Der Verschluss der Waffe ist geschlossen.

Bild 2: Der Schuss bricht, die Treibladung in der Brennkammer der Patronenhülse wird umgesetzt, der entstehende Gasdruck wirkt zu allen Seiten hin. Der auf den Patronenboden wirkende Gasdruck, schiebt das Geschoss aus dem Hülsenmund in den Übergangskonus. Sobald das Geschoss dort ankommt, ist der Gasdruck um Lauf in der Lage, die Patronenhülse nach hinten zu schieben. Da sie vom Verschluss (rot) abgestützt wird, überträgt sich die Kraft der rücklaufenden Patronenhülse auf diesen.

Bild 3: Da der Verschluss selbst nur kraftschlüssig verriegelt ist, beginnt dieser mit dem Rücklauf. Im Verschlusskörper ist ein Vertikalblock (grün) vertikal beweglich gelagert. Dieser weißt zwei schräge Kulissen auf, welche auf Gegenkulissen (blau) des Waffengehäuses ruhen. Bei seinem Rücklauf presst der Verschluss (rot) den Vertikalblock (grün) gegen diesen Kulissen (blau).

Bild 4: Dadurch zwingt der Verschluss (rot) bei seiner Rückwärtsbewegung den Vertikalblock (grün) zu einer Aufwärtsbewegung. Die Bewegung des Verschlusses (rot) wird übersetzt und zwar in eine langsamere Bewegung einer geringeren Masse. Beim öffnen der Waffe müssen also die horizontal-lineare Masseträgheit von Verschluss (rot) und Vertikalblock (grün) überwunden werden und zudem die vertikale Masseträgheit des Vertikalblocks (grün).

Bild 5: Die Übersetzung der Öffnungsbewegung endet, wenn der Vertikalblock (grün) nach der gehäusefesten schrägen Steuerkulisse (blau) dessen geraden Teil erreicht. Der Vertikalblock (grün) ist dann maximal nach oben bewegt worden und es findet keine Übersetzung mehr statt. Der Verschluss kann sich ohne zusätzliche Belastung öffnen.

Quellen:

Die principiellen Eigenschaften der automatischen Feuerwaffen, Karel Krnka, 1902

Die Handfeuerwaffen Ihre Entwicklung und Technik, Robert Weisz, 1912

Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr, C. Cranz, 1926

Handfeuerwaffen, Systematischer Überblick, Jaroslav Lugs, 1956

Rheinmetall Waffentechnisches Taschenbuch, Dr. R. Germershausen, 1977

Waffenlehre - Grundlage der Systemlehre, Wolfgang Pietzner, 1998

Verschlusssysteme von Feuerwaffen, Peter Dannecker, 2016

Hatcher's Notebook, A Standard Reference Book, Julian S. Hatcher, 1948

The Machine Gun Analysis of Automatic Firing Mechanism, Georg M. Chinn ,1955

Engineering Design Handbook Automatic Weapons, USA Materiel Command, 1970

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Waffenfunktion: Direkter Gasdrucklader mit durch Rollen belastetem Masseverschluss

 Funktionsbeschreibung eines Feuerwaffenverschlusssystems. Angetrieben durch direkten Gasdruck, verlangsamt durch per Rollen belastetem Feder-Masseverschluss. In keiner serienreifen Waffen eingesetzt.

Kinematik: Direkter Gasdrucklader mit Rollenbelastung 

Bild 1: Die Waffe ist geladen und befindet sich in Ruheposition.

Bild 2: Der Schuss bricht, die Treibladung wird in Gasdruck umgesetzt. Dieser Gasdruck treibt das Geschoss aus der Patronenhülse heraus. Sobald das Geschoss in den Übergangskonus eintritt, ist der Gasdruck im Lauf dazu in der Lage, die Patronenhülse nach hinten zu treiben. Da diese vom Verschlusskörper (rot) abgestützt wird, überträgt sich die Kraft auf den diesen.

Bild 3: Da der Verschluss (rot) selber nur kraftschlüssig abgesetzt ist, bewegt sich dieser nach hinten. Dabei laufen Rollen (grün) in ihren Rollentaschen im Waffengehäuse (grau). Diese Rollentaschen sind nach hinten flach auslaufend. Beim Rücklauf des Verschlusses (rot) werden diese Rollen (grün) gegen deren Belastungsfeder in den Verschluss (rot) gedrückt.

Bild 4: Bei der Öffnungsbewegung des Verschlusses (rot) muss, neben der Masseträgheit von Verschluss (rot) und Rollen (grün), noch die Federkraft der Belastungsfedern überwunden werden.

Bild 5: Sobald die Rollen (grün) ihre Rollentaschen im Waffengehäuse (grau) verlassen haben und damit maximal in den Verschluss (rot) eingefahren wurde, ändert sich die Belastung des Verschlusses und dieser fährt unter einer verringerten Belastung zurück.

Quellen:

Die principiellen Eigenschaften der automatischen Feuerwaffen, Karel Krnka, 1902

Die Handfeuerwaffen Ihre Entwicklung und Technik, Robert Weisz, 1912

Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr, C. Cranz, 1926

Handfeuerwaffen, Systematischer Überblick, Jaroslav Lugs, 1956

Rheinmetall Waffentechnisches Taschenbuch, Dr. R. Germershausen, 1977

Waffenlehre - Grundlage der Systemlehre, Wolfgang Pietzner, 1998

Verschlusssysteme von Feuerwaffen, Peter Dannecker, 2016

Hatcher's Notebook, A Standard Reference Book, Julian S. Hatcher, 1948

The Machine Gun Analysis of Automatic Firing Mechanism, Georg M. Chinn ,1955

Engineering Design Handbook Automatic Weapons, USA Materiel Command, 1970

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12 Februar 2023

Waffenfunktion: Direkter Gasdrucklader mit per Hebel belastetem Masseverschluss

Funktionsbeschreibung eines Feuerwaffenverschlusssystems. Angetrieben durch direkten Gasdruck, verlangsamt durch per Hebel belastetem Masseverschluss. In keiner serienreifen Waffen eingesetzt.

Kinematik: Direkter Gasdrucklader mit Belastungshebel

Bild 1: Die Waffe ist geladen und befindet sich in Ruheposition.

Bild 2: Der Schuss bricht, die Treibladung wird in Gasdruck umgesetzt. Dieser Gasdruck treibt das Geschoss aus der Patronenhülse heraus. Sobald das Geschoss in den Übergangskonus eintritt, ist der Gasdruck im Lauf dazu in der Lage, die Patronenhülse nach hinten zu treiben. Da diese vom Verschlusskörper (rot) abgestützt wird, überträgt sich die Kraft auf den diesen.

Bild 3: Da der Verschluss (rot) selber nur kraftschlüssig abgesetzt ist, bewegt sich dieser nach hinten. Dabei läuft ein Hebel (grün) in einer Steuermulde im Waffengehäuse (grau). Beim Rücklauf des Verschlusses (rot) wird dieser Hebel (grün) gegen eine Belastungsfeder gedrückt.

Bild 4: Bei der Öffnungsbewegung des Verschlusses (rot) muss, neben der Masseträgheit von Verschluss (rot) und Hebel (grün), noch die Federkraft dieser Belastungsfeder überwunden werden.

Bild 5: Sobald der Hebel (grün) die Steuermulde im Waffengehäuse (grau) verlassen hat und damit maximal eingefahren wurde, ändert sich die Belastung des Verschlusses und dieser fährt unter einer verringerten Belastung zurück.

Quellen:

Die principiellen Eigenschaften der automatischen Feuerwaffen, Karel Krnka, 1902

Die Handfeuerwaffen Ihre Entwicklung und Technik, Robert Weisz, 1912

Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr, C. Cranz, 1926

Handfeuerwaffen, Systematischer Überblick, Jaroslav Lugs, 1956

Rheinmetall Waffentechnisches Taschenbuch, Dr. R. Germershausen, 1977

Waffenlehre - Grundlage der Systemlehre, Wolfgang Pietzner, 1998

Verschlusssysteme von Feuerwaffen, Peter Dannecker, 2016

Hatcher's Notebook, A Standard Reference Book, Julian S. Hatcher, 1948

The Machine Gun Analysis of Automatic Firing Mechanism, Georg M. Chinn ,1955

Engineering Design Handbook Automatic Weapons, USA Materiel Command, 1970

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31 Januar 2023

Waffenfunktion: Direkter Gasdrucklader mit Triebsiegel, Masseverschluss

Funktionsbeschreibung eines Feuerwaffenverschlusssystems. Angetrieben durch direkten Gasdruck, verschlossen durch Masseverschluss. Eingesetzt bei der Pistole PSS.

Achtung: Diese Beschreibung stützt sich auf eine alternative Sichtweise zur Funktion der PSS. Die anerkanntere Beschreibung folgt bald.

Kinematik: Direkter Gasdrucklader mit Treibsiegel

Bild 1: Die Waffe ist geladen und befindet sich in Ruheposition.

Bild 2: Der Schuss bricht. Der, bei der Umsetzung der Treibladung entstehende, Gasdruck wirkt auf das Treibsiegel (grün). Dieses drückt das Geschoss aus der Patronenhülse heraus in den Übergangskonus der Waffe. Zugleich sorgt der Gasdruck, welcher radial auf die Hülsenwände wirkt dafür, dass die Patronenhülse mit dem Patronenlager (lila) reibschlüssig verbunden wird.

Bild 3: Das Geschoss kommt im Übergangskonus in Kontakt mit den beginnenden Feldern des gezogenen Laufes. Da dem Geschoss dadurch ein Gegenlager gegeben wird, kann die Patrone als Selbstkolben fungieren und sich unter dem Druck der Pulvergase nach hinten bewegen. Da die Patronenhülse mit dem beweglichen Patronenlager (lila) kraftschlüssig verbunden ist, wird dieses nach hinten bewegt. Da das Patronenlager vom Verschluss (rot) abgestützt wird, überträgt sich dessen Bewegung auf den Verschluss. Da der Verschluss selbst nur kraftschlüssig verriegelt ist, muss lediglich dessen Masseträgheit überwunden werden.

Bild 4: Das Geschoss hat die Patronenhülse vollständig verlassen, da das Treibsiegel (grün) jedoch einen geringeren Querschnitt aufweist als der Hülsenmund, bliebt dieses in der Hülse stecken. Auf diese Weise kann kein Gas in den Lauf der PSS entweichen. Es kommt zu keinem Mündungsknall oder zu einem gefährlichen Entweichen der Gase nach hinten. Das bewegliche Patronenlager (lila) wird gestoppt.

Bild 5: Der Verschlusskörper (rot) läuft den Rest des Wegen alleine nach hinten, während das bewegliche Patronenlager (lila), unter dem Druck seiner Rückhohlfeder, wieder nach vorne gleitet. Die Patrone kann so von beiden Elementen freigegeben werden und ausgezogen werden. Dies ist möglich, da sich der Druck, im Vergleich zu Bild 3, in der Patrone verringert hat, da sich die Brennkammer durch das Vortreiben des Treibsiegels vergrößert hat. Der geringere Druck reduziert die Lidrungskraft zwischen Patrone und Patronenkammer (lila).

Quellen:

Die principiellen Eigenschaften der automatischen Feuerwaffen, Karel Krnka, 1902

Die Handfeuerwaffen Ihre Entwicklung und Technik, Robert Weisz, 1912

Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr, C. Cranz, 1926

Handfeuerwaffen, Systematischer Überblick, Jaroslav Lugs, 1956

Rheinmetall Waffentechnisches Taschenbuch, Dr. R. Germershausen, 1977

Waffenlehre - Grundlage der Systemlehre, Wolfgang Pietzner, 1998

Verschlusssysteme von Feuerwaffen, Peter Dannecker, 2016

Hatcher's Notebook, A Standard Reference Book, Julian S. Hatcher, 1948

The Machine Gun Analysis of Automatic Firing Mechanism, Georg M. Chinn ,1955

Engineering Design Handbook Automatic Weapons, USA Materiel Command, 1970

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12 Januar 2023

Waffenfunktion: Direkter Gasdrucklader mit Kniegelenk Masseverschluss

Funktionsbeschreibung eines Feuerwaffenverschlusssystems. Angetrieben durch direkten Gasdruck, verriegelt durch Kniegelenk Masseverschluss. Eingesetzt bei der ERMA KGP-68.

Kinematik: Direkter Gasdrucklader, Masseverschluss Kniegelenk

Bild 1: Die Waffe ist geladen und befindet sich in Ruheposition. Das Kniegelenk (grün) ist überknickt, das mittlere Gelenk befindet sich über die gedachten Laufseele.

Bild 2: Der Schuss bricht, der durch die Umsetzung des Treibmittels entstandene Gasdruck treibt das Geschoss aus der Patronenhülse heraus in den Übergangskonus des Laufes. Tritt das Geschoss in der Übergangskonus ein, ist der Gasdruck in der Lage, die Patronenhülse nach hinten zu schieben. Da diese vom Verschlusskörper (rot) abgestützt wird, wird dieser ebenfalls nach hinten getrieben. Der nur kraftschlüssig verriegelte Verschluss (rot) tritt seine Rückwärtsbewegung an und überträgt diese auf den Kniehebel (grün).

Bild 3: Da der Kniehebel (grün) bereits nach oben hin eingeknickt ist, möchte er sich weiter in diese Richtung öffnen und ist dazu auch in der Lage. Bei seiner weiteren Einknickung, muss lediglich seine Masseträgheit überwunden werden.

Bild 4: Da die Masse des Geschosses geringer ist als die Summe der Massen von Verschluss (rot) und Kniehebel (grün), kann das Geschoss den Lauf verlassen, bevor sich der Verschluss über die Sicherheitsstrecke der Patronenhülse hinaus öffnen kann.

Bild 5: Das Geschoss hat den Lauf der Waffe verlassen, der Verschluss hat aber in den vorherigen Phasen genug Bewegungsenergie aufnehmen können, um sich durch das Beharrungsvermögen seiner Masse vollständig öffnen zu können.

Grundlagen:

Die principiellen Eigenschaften der automatischen Feuerwaffen, Karel Krnka, 1902

Die Handfeuerwaffen Ihre Entwicklung und Technik, Robert Weisz, 1912

Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr, C. Cranz, 1926

Handfeuerwaffen, Systematischer Überblick, Jaroslav Lugs, 1956

Rheinmetall Waffentechnisches Taschenbuch, Dr. R. Germershausen, 1977

Waffenlehre - Grundlage der Systemlehre, Wolfgang Pietzner, 1998

Verschlusssysteme von Feuerwaffen, Peter Dannecker, 2016

Hatcher's Notebook, A Standard Reference Book, Julian S. Hatcher, 1948

The Machien Gun Analysis of Automatic Fiering Mechanims, Georg M. Chinn ,1955

Engineering Design Handbook Automatic Weapons, USA Materiel Command, 1970

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29 Dezember 2022

Waffenfunktion: Direkter Gasdrucklader mit einfachem Masseverschluss

Funktionsbeschreibung eines Feuerwaffenverschlusssystems. Angetrieben durch direkten Gasdruck, verschlossen durch einfachen ungebremsten Masseverschluss. Eingesetzt bei IMI Uzi, Walther PP, oder PM Makarow.

Kinematik Direkter Gasdrucklader, Masseverschluss
Bild 1: Die Waffe ist geladen und befindet sich in Ruheposition.

Bild 2: Der Schuss bricht, die bei der Verbrennung der Treibladung entstehenden Pulvergase wirken zu allen Seiten hin. Der auf den Seelenboden der Patronenhülse wirkende Druck kann nichts ausrichten, da die Hülse zu seinem Zeitpunkt noch ein geschlossenes System bildet. Würde man zumindest erwarten. Da das Geschoss, mittels seiner Masseträgheit dem Gas jedoch ein temporäres Gegenlager bietet, drückt das Gas zeitglich die Patronen Hülse nach hinten und das Geschoss nach vorne. Die zu den Seiten hin wirkenden Pulvergase sorgen für die Liderung des Patronenlagers gegen das rückwärtige austreten von Pulvergasen. Die auf den Geschossboden wirkenden Pulvergase treiben das Geschoss aus der Hülse hinaus in den Lauf.

Bild 3: Das Geschoss tritt in den Übergangskonus ein. Da die Hülse nun kein geschlossenes System mehr darstellt, ist der Gasdruck nun in der Lage. Die Patronenhülse als Hohlkolben nach hinten zu treiben. Da diese vom Verschluss (rot) abgestützt wird, überträgt sich die Rückwärtsbewegung auf den Verschlusskörper. Da der Verschluss kraftschlüssig verriegelt ist, beginnt er darauf sofort mit einer Rückwärtsbewegung.

Bild 4: Da der Verschluss durch eine Masse eine größere Trägheit aufweist als das Geschoss, bewegt er sich langsamer nach hinten als das Geschoss nach vorne. Durch diesen Nachteil, wird das Geschoss den Lauf der Waffe bereits verlassen haben, bevor die Hülse über ihre Sicherheitsstrecke hinaus ausgezogen sein wird.

Bild 5: Das Geschoss hat den Lauf der Waffe verlassen, worauf der Druck im Lauf schlagartig abfällt. Sobald dies passiert ist, kann sich der Verschluss gefahrlos komplett öffnen, ohne die Waffe zu gefährden. Der Rücklauf des Verschlusses wird durch sein Beharrungsvermögen bewerkstelligt, sprich durch die von ihm aufgenommene Bewegungsenergie während der vorherigen Phasen.

Grundlagen:

Die principiellen Eigenschaften der automatischen Feuerwaffen von Karel Krnka, 1902

Die Handfeuerwaffen Ihre Entwicklung und Technik von Robert Weisz, 1912

Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr von C. Cranz, 1926

Handfeuerwaffen, Systematischer Überblick von Jaroslav Lugs, 1956

Rheinmetall Waffentechnisches Taschenbuch von Dr. R. Germershausen, 1977

Waffenlehre – Grundlage der Systemlehre von Wolfgang Pietzner, 1998

Verschlusssysteme von Feuerwaffen von Peter Dannecker, 2016

Ergänzungsband 1 von Peter Dannecker, 2020

Grundlagen der Waffen- und Munitionstechnik von Thomas Enke, 2021

Hatcher’s Notebook, A Standard Reference Book von Julian S. Hatcher, 1948

The Machine Gun Analysis of Automatic Firing Mechanism von Georg M. Chinn ,1955

Engineering Design Handbook Automatic Weapons vom USA Materiel Command, 1970

Assault Rifle Development of the Moddern Military Rifle von Popenker & Williams, 2004

Tactical Small Arms of the 21st Century von Charles Cutshaw, 2006

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17 November 2022

Warum die verlängerte Magazinsperre an Valmet und Galil keine dumme Idee ist

Hallo alle zusammen und herzlich Willkommen zu einem neuen Beitrag. 

Ich weiß nicht warum, aber einige Kostumwaffenexperten sind immer sehr schnell damit, das eine oder auch das andere Merkmal an einer Waffe als dumm zu betiteln. Ob sie sich dadurch selber erhöhen oder nur einfach witzig sein wollen, kann ich nicht sagen.

Was ich aber sagen kann ist, dass sie sehr oft mit ihren Behauptungen daneben liegen. Was daran liegt, dass sie die Waffen meist nur aus der Sicht von Endbenutzern kennen, die zudem noch das Privileg genießen, die Waffen in einer sauberen und sicheren Umgebung benutzen zu können.

Aber kommen wir zum Thema und zwar zu der verlängerten Magazinsperre vom Valmet RK m/62, welche sich so auch beim IMI Galil ARM findet. Gemeint ist damit das Bauteil, welcher das Magazin nach dem Einkippen in den Magazinschacht an seinem Platz hält. Dem ein oder anderen Bundeswehrsoldat sollte ein Bauteil mit ähnlicher Funktion vom Gewehr G3 noch als Ausrücker bekannt sein.

Dieses wurde beim Valmet verlängert und dann durch ein erweitertes Blech vor versehentlichem Betätigen geschützt. Von Sportschützen und anderen Kostümexperten hört man dann oft:

"Haha, guck mal, die haben das Ding erst verlängert und dann ein Blech drum rum gemacht, damit man nicht versehentlich dran kommt .. voll unsinnig."

Und genau diese Aussage kann nur von jemandem kommen, der nicht mal das Kapitel Mechanik in einem Physikbuch für die fünfte Klasse gelesen hat. Denn spätestens dort kommt ein normal gebildeter Mensch mit dem Konzept des Hebels in Kontakt.

Die Finnen haben bei ihren Tests der AK unter arktischen Bedingungen schnell gemerkt, dass so ein Magazin schnell mal dazu neigt, im Magazinschloss fest zu frieren. Wenn man jetzt versucht, die Magazinsperre zu betätigen, ist man um jede zusätzliche Hebelwirkung dankbar. Und wie verstärkt man eine Hebelwirkung, richtig, durch eine Verlängerung des Kraftarms. Sprich in unserem Fall des Bedienteils der Magazinsperre.

Wir sehen also, eine verlängerte Magazinsperre erhöht die Kraft, mit welcher man diese bedienen kann. Eine Verlängerung ist also sinnvoll, genau so sinnvoll ist das verlängerte Schutzblech, denn dieses beeinträchtigt die Hebelwirkung nicht.

23 Mai 2022

100 Fragen zum Thema Waffenkunde, Waffentechnik und Waffengeschichte

 Hallo alle zusammen und herzlich Willkommen, zu einem neuen Beitrag. Heute widmen wir uns mal einem ganzen Packet an Fragen über welcher wir auf der Plattform Quora gestolpert sind.

Warum bewegt sich in dieser Zeichnung die Patronenkammer (lila) der Pistole PSS nach hinten? Müsste der Rückstoß nicht direkt auf den Verschluss (blau) wirken, ohne dass sich Lila überhaupt bewegt? (Link)

Stichwort Liderung, die Wände der Patrone pressen sich gegen das Patronenlager und übertragen so die Auszugsgerenreaktion auf das Patronenlager.

Was ist das für eine Verschlusssystem einer Feuerwaffe, wie heißt es und wie funktioniert es? (Link

Rollenbelasteter direkter Gasdrucklader.

Wie entscheidet man, ob eine Feuerwaffe ein Rückstoßlader oder eine Masseverschluss hat?

'Stifttest', man rammt einen weichen Stift in den Lauf und guckt, ob man den Verschluss damit aufdrücken kann, während man den Lauf der Waffe fixiert hält.

Ist das G3 ein Masseverschluss-Gewehr oder ein Rückstoßlader? Im Wikipedia-Artikel "Masseverschluss" ist das G3 als Beispiel angegeben, aber im Artikel steht auch, dass Rückstoßlader und Masseverschluss verschieden sind. Wie kommt das?

Masseverschluss, der Stifttest funktioniert. Was weniger gut funktioniert ist Wikipedia, da steht im Bereich Handfeuerwaffen viel Unsinn. 

Was ist ein Universalgewehr und ist ein Universalscharfschützengewehr einfach ein Universalgewehr mit Zielfernrohr?

Ein Universalgewehr ist ein Gewehr mit einer Länge die zwischen einem Infanteriegewehr und einem Karabiner liegt. Ein Universalscharfschützengewehr ist eine Waffe, die man als Scharfschützengewehr und als Zielfernrohrgewehr verwenden kann.

Was ist das für ein Verschlusssystem von einer Feuerwaffe, wie heißt es und wie funktioniert es? (Link)

Rückschlaglader mit beharrendem Entriegelungselement.

Was ist der Unterschied zwischen einem Granatwerfer und einem Granatgewehr?

Granatwerfer sind schwere Waffen auf Lafette oder an Fahrzeugen, Grantgewehre sind Granaten verschießende Handfeuer-Langwaffen.

Wo ist der Unterschied zwischen einer Handfeuerwaffe und einer Kleinwaffe?

Handfeuerwaffen müssen noch knapp freihändig feuerbar sein. Kleinwaffen darf man auch abstellen, dafür müssen sie leichter sein. Ein japanischer 'Kniemörser' ist eine Kleinwaffe aber keine Handfeuerwaffe, weil man ihn abstellen muss. Entgegen seines Spitznamens.

Wofür steht GAU-5A/A bei der Waffe?

Gun AUtomatic, laut Black Rifle I. Oft aber auch Gun Automatic Unit.

Welche Pistole wurde zuerst entwickelt die Nambu Typ 14 oder die Nambu Typ 94?

Die Nambu 14 kam zuerst, beide Waffen sind nach verschiedenen Jahreszählunge benannt. Mehr dazu hier: Link.

Wo ist der Unterschied zwischen einem 'Hebel belasteten' und einem 'Hebel übersetzten' Verschluss bei einer Feuerwaffe?

Belastete Verschlüsse drücken einfach eine Feder ein, bevor sie ganz öffnen. Übersetzte schleudern eine Verschlusshauptmasse ab, meist über ein Winkelgetriebe.

Wie heißen diese Dinger bei Waffen auf Deutsch, die man z. B. hinter ein EOTech-Visier baut, um die Sicht zu vergrößern und die man bei Nichtgebrauch einfach wegklappen kann?

Visier-Lupen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Drehkopfverschluss (AK-47) und einem Drehzylinderverschluss (M1 Garand)?

Beim Drehkopfverschluss dreht sich nur der Kopf, beim Drehzylinder der ganze Zylinder also der komplette und oft einteilige Verschluss.

Wo ist der Unterschied zwischen einem verzögerten und einem verlangsamten Verschluss in einer Feuerwaffe?

Ein verzögerter Verschluss bewegt sich erst gar nicht und fängt erst später an sich zu bewegen, ein verlangsamter Verschluss, fängt sofort an sich zu bewegen aber läuft dann langsamer.

Sind Feuerwaffen, bei denen einfach ganz viele Ladungen hinter einander im Lauf stecken und die per Kettenration zünden, Schnellfeuerwaffen?

Ja, solche Waffen gehören zwar zu den Staplern und nicht zu den Ladern aber trotzdem ist das was sie abgeben Schnellfeuer. 

Warum dreht sich der Drehverschluss einer Waffe erst, wenn er vorne ankommt und nicht schon vorher?

Weil so gut wie alle Waffen einen Schutz gegen die sogenannte vorzeitige Verriegelung haben. Bei AR-15 läuft die Steuerbolzen oben in einer Nut im oberen Gehäuse, die er erst verlässt wenn der Verschluss vorne angekommen ist. Bei der AK läuft der Verschlusskopf mit einer Aussparung in selbigem über eine Wulst im Gehäuse, die enden wenn der Verschlusskopf vorne angekommen ist.

Gibt es aus Waffen die Gasdrucklader sind und keine Bohrung im Lauf haben?

Ja es gibt Waffen, die das Gas an der Mündung aus einer Gasstaudüse zapfen und welche wo das Zündhütchen beweglich ist, welches über den Zündstift die Waffe entriegelt.

Warum hat die Wehrmacht ein Repetiergewehr (Kar98k) eingeführt und kein Selbstladegewehr wie das Mauser M1916?

Den Kar98k konnte man auf den Maschinen des G98 fertigen, von denen man noch viele hatte und zudem konnte man noch vorhandene G98 und Kar98b zu Kar98k umbauen. Für das M1916 hätte man erst noch die Maschinen bauen müssen.

Was ist Feldzuführung bei einer Schusswaffe?

Das ist, wenn ein Kraftfeld die Zuführung der Patronen übernimmt. Klingt nach Science-Fiction ist aber nur nen bessere Ausdruck dafür, dass die Schwerkraft das macht. Die Kugeln fallen also von oben einfach in die Waffe, wie bei den alten Kaffeemühlen MGs.

Wie funktioniert eine Waffe mit "beharrendem Verschluss"?

Der Verschluss der Waffe bleibt wo er ist, während der Rest der Waffe durch den Rückstoß nach hinten geworfen wird. Dabei kann er zb. eine Feder spannen wie bei der M3 Benelli oder einfach nur gegen ein Steuerelement schlagen und dem Rückdruck das öffnen überlassen.

Wie funktioniert eine Waffe mit "nachlaufendem Verschluss" ?

Die komplette Waffe wird nach hinten geschlagen und kommt an der 'Schützenmasse' zum stehen. Der Verschluss läuft aber einfach weiter und geht auf. Wurde so zb. bei der Sjörgen Schrotflinte gemacht.

Wie übersetzt man "inertia operated" aus dem Bereich der Waffenkunde ins Deutsche?

Das wäre schon mal der beharrende Verschluss, zumindest benutzt die Firma Benelli den Begriff für ihre M3.

Was ist ein Rückschlaglader für eine Waffe?

Das sind Waffen, die durch ihren Rückschlag die Waffenfunktion ausführen. Das bedeutet, das zurückschlagen der ganzen Waffe wird benutzt und nicht nur das zurückschlagen des Rohres.

Was macht der Stift der Desert Eagle, welcher links neben dem Verschlusskopf sitzt und beim Schließen des Verschlusses in den Schlitten gedrückt wird?

Das ist eine Sperre gegen vorzeitige Verriegelung. Sie hält den Verschlusskopf davon ab sich zu drehen, bevor er ganz vorne angekommen ist. Erst dann wird der Stift eingedrückt, damit sich der Verschlusskopf drehen kann.

Was bedeuten die Begriffe "delayed blowback" and "retarded blowback" auf Deutsch, wo ist der Unterschied und welche Feuerwaffen wären Beispiele?

Das sind der "verzögerte Rückdrucklader" und der "verlangsamte Rückdrucklader". Der Verzögerte wird irgendwann einmal komplett angehalten, der verlangsamte läuft einfach langsamer zurück. Beispiele wären der MKMO und die MP5. Jedoch dichten einige Leute, die keine oder nur wenig Ahnung haben, fälschlicherweise der MP5 den verzögerten Verschluss an.

Gibt es Handfeuerwaffen bei denen nicht Verschluss und Schlitten das selbe Funktionsteil sind, sondern Lauf und Schlitten?

Ja Luger P-08 und Mauser C96.

Was ist der Unterschied zwischen Fremdpräsentation, Selbstpräsentation und Feldpräsentation bei einer Schusswaffe?

Präsentation ist die Tätigkeit in der dem Verschluss einer Waffe eine Patrone präsentiert wird. Fremdpräsentation wäre zb. durch die Feder eines Magazins. Selbstpräsentation ist, wenn die sich Waffe die Patrone selber holt, zb. aus einem Gurt. Und Feldpräsentation ist nen besseres Wort für Schwerkraft, das heißt die Patronen fallen einfach in die Waffe.

Wie heißen Feuerwaffen die beim Schuss die Rückstoßenergie in einer Feder speichern, um diese dann später für die Entriegelung des Verschlusses zu nutzen?

Rückschlaglader mit beharrendem Verschluss.

Was und wo ist der Führungsteil einer Patrone bei einer Feuerwaffe?

Also das Führungsteil eines Geschosses ist der Teil, welcher Kontakt mit den Feldern des Laufes hat. Der Führungsteil der Hülse ist der Teil welcher mit dem Verschluss oder dem Schieber der Waffe in Kontakt kommt, meist Teile des Verschlusskopfes.

Was versteht man unter Verschlussabstandsdistanz bei einer Schusswaffe?

Das ist die Distanz zwischen dem Stoßboden und dem anliegenden Teil der Patronenhülse. Letzteres kann ein Rand, ein Gürtel, die Hülsenschulter oder der Hülsenmund sein.

Wo ist der Unterschied zwischen Schaft, Kolben und Schulterstütze bei einer Waffe?

Nen Schaft oder die Schäftung kann über die gesamte Waffe gehen und wird sprachlich ein wenig anders verwendet. Der Kolben ist einfach etwas, was nach hinten aus der Waffe ragt, ein Anschlag an die Schulter kann muss aber nicht möglich sein. Anders bei einer Schulterstütze, diese muss sich an der Schulter abstützen lassen, dabei kann muss eine Schulterstütze aber nicht auch gleich einen Wangenaufschlag bieten.

Ist der Schlitten bei einer Pistole immer auch der Verschluss?

Nein, bei Luger P-08 und Mauser C96 ist der Schlitten zb. mit dem Lauf verbunden. Andere Pistolen wie die Ruger Mk2 kommen als Rückdrucklader ganz ohne Schlitten aus.

Wo ist der Unterschied zwischen Schnellfeuer, Dauerfeuer, Voll-Automatik, Reihenfeuer, Stoßfeuer und mechanisiertem Stoßfeuer?

Schnellfeuer die eine mechanische Waffenfähigkeit. Dauerfeuer ist eine Form des Schnellfeuers, um es vom mechanisierten Feuerstoß zu unterscheiden. Zudem ist Dauerfeuer ein Schützenfeuer, bei dem sich der Schütze entscheidet sehr lange zu feuern. Voll-Automatik ist ein unsinniger Begriff, der Schnellfeuer bei Lader- und Transporterwaffen bezeichnet. Reihenfeuer ist Schnellfeuer bei Pistolen da der begriff Schnellfeuer-Pistole bereits von einer Schießsportdisziplin belegt war. Stoßfeuer ist eine verkürzte Schreibweise von mechanisiertem Stoßfeuer. Mechanisiertes Stoßfeuer ist eine Form des Schnellfeuers, wo jedoch die Schussanzahl nicht durch die Magazinkapazität begrenzt ist, sondern die Waffe das Schnellfeuer nach X Schüssen stoppt.

Wo liegt der Unterschied zwischen einem Bajonett und einer Seitengewehr?

Ein Seitengewehr lässt sich unabhängig von der Waffe als Kampfmesser einsetzten. meist hat ein Seitengewehr Griffplatten und Parierelemente. 

Wo ist in der Waffentechnik der Unterschied zwischen Rückstoß und Rückschlag?

Der Rückstoß beinhaltet in der Waffentechnik nur den Impuls, welcher durch das abschießen des Geschosses entsteht. Der Rückschlag umfasst zusätzlich den Raketeneffekt und weitere Krafteinwirkungen welche auf den Schützen wirken.

Gibt es Waffen, die mehr als einen Schuss abgeben können, ohne nach dem ersten Schuss, eine frische Patrone in ein Patronenlager einführen zu müssen?

Ja Transporter also Waffen mit mehreren Patronenlagern wie  Revolver und Drehlinge, Mehrlinge also Waffen mit mehreren Läufen wie Derringer und Doppelflinten und Stapler also Waffen mit mehreren Ladungen hinter einander in einem Lauf wie Metal Storm Produkte und alte Wallbüchsen.

Nach welchem Prinzip Funktioniert der Verschluss der russischen PSS Pistole?

Hülsenschlaglader, angetrieben wird die PSS durch den Bewegungsimpuls welcher während des rotationslosen Geschosswegen auf die Patronenhülse wirkt.

Warum explodiert ein M4, das unter Wasser war, aber ein HK416 nicht?

Weil sich das Gasröhrchen des M4 mit Wasser füllen kann, welches beim Schuss in den Verschluss gepresst wird. Beim HK 416 gibt es hingegen einen massiven Kolben, der sich nicht mit Wasser füllen kann.

Warum haben manche Patronen von Feuerwaffen einen Gürtel?

Damit man den Verschlussabstand schön nah am Stoßboden bestimmen kann, ohne dass man besonders aufwändige Magazine konstruieren muss, wie das bei Patronen mir Rand der Fall wäre.

Was ist eine Schultertasche im Patronenlager einer Feuerwaffe?

Das ist ein Hohlraum zwischen Patrone und Patronenlager der entsteht, wenn mal wieder jemand meint das .308 Winchester und 7,62x51mm NATO das gleiche sind. Bei der Schussentwicklung wird das weiche Hülsenmaterial in diesen Hohlraum gedrückt, was mindestens zu Präzisionsverlust führt.

Gibt es eine Form von Rückstoßladern, wo das ganze Gehäuse nach hinten geschlagen wird, dabei ein Teil stehen bleibt und eine Feder gespannt wird, die dann den Repetiervorgang vornimmt?

Das wären Rückschlaglader mit beharrendem Entriegelungselement aber in der Regel leitet dieses Element den Entriegelungsvorhang nur ein, die Kraft für den Rücklauf kommt in der Regel vom Resteigengasdruck im Lauf. Mauser M1916 wäre so eine Waffe.

Sind 'selbstladent' und 'halbautomatisch' im Bezug auf Handfeuerwaffen das gleiche?

Ganz einfach. Halbautomatisch ist ein kaputtgetretener Begriff und selbstladent nicht. Halbautomatik war mal genau das, was das Wort eigentlich aussagt und zwar die hälfte der Automatik. Halbautomaten sind meist in der Lage, ihre leere Patronenhülse auszuwerfen, können aber keine frische aus einem Magazin zuführen. Ein Beispiel wäre die Panzerbüchse PTRD. Aber viele Leute mit wenig Ahnung haben den Begriff irgend wie so abgewandert, dass man jetzt Waffen meint, die bei einem Abzug einen Schuss abgeben können und nach Freigabe und erneutem Abzug noch einen .. aber nur bei Ladern und Transportern, Mehrlinge sind bei gleicher Fähigkeit dann keine Halbautomaten mehr, Stapler aber plötzlich doch aber nur die neuen. Ach versteht das wer will .. aus diesem Grund wird in der seriösen Waffenkunde das Wort Halbautomatisch gar nicht erst benutzt.

Gab es eine Patrone 5,64x45mm? 

Ja, das ist die offizielle metrisierte Bezeichnung der US-Luftwaffe für .223 Stoner. Erst die US Armee hat .223 Stoner als 5,56x45mm bezeichnet. (.223 Remington ist nochmal etwas anders).

Wo ist der Unterschied zwischen 5,56x45mm NATO und 5,56x45mm M193?

NATO ist stark auf Reichweite und Durchschlagskraft, letzteres im eigentlichen Wortsinn, getrimmt. Beide Patronen benötigen wegen unterschiedlicher Geschossformen und Gewichte andere Läufe.

Warum gibt es kaum Maschinenpistolen in Kaliber wie .357, .44 oder .50 AE?

Gibt es beziehungsweise gab es. In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen gab es zb. Maschinenpistilen in 9x25mm Mauser Export . Das Problem dieser Waffen, zb. des MKMO, war es dass man sie nicht mehr billig als einfache Rückdrucklader bauen konnte und zb. zu zwischenverriegelten Verschlüssen greifen musste. Dies machte die Waffen sehr teuer, ohne bedeutend an Reichweite zu gewinnen. Das was am ehesten an eine Maschinenpistole in .357 rankommt wäre der M3 Carbine mit seinen .30 Carbine Patronen.

Ist das Berdan II Gewehr ein Einzellader oder ein Repetierer?

Kommt auf die Lesart des Wortes Repetierer an. Leitet man es vom Lateinischen her ab, bedeutet es wiederholen und setzt eine Mehrladeeinrichtung voraus. Leitet man es jedoch vom Deutschen ab, in welchem es den 'Repetiervorgang' gibt, welcher nur das zuführen und auswerfen beinhaltet, dann wäre das Berdan II ein Repetierter und ein Eizellader.

Wo liegt der Unterschied zwischen gelbem, rotem und dunkelrotem Mündungfeuer bei Schusswaffen?

Das sind verschiedene Erscheinungen, hinter denen verschiedene Prozesse stehen. Das Gelbe steht aus heißen Gasen die dem Geschoss aus der Mündung folgen. Das Rote entsteht durch das entzünden von Stoffen die im Lauf nicht genug Sauerstoff hatten und sich ein paar Zentimeter hinter der Mündung dann mit dem Sauerstoff aus der Luft verbinden und reagieren. Das dunkelrote ist ein Ring aus stark verdichteter Luft bei Waffen mit sehr hohem Mündungsdruck.

Ist das HK G3 der Bundeswehr ein "Rückstoßlader mit beweglich abgestützem Rollenverschluss" oder ein "Rückdrucklader mit rollenübersetztem Winkelgetriebe"?

Rückdrucklader mit rollenübersetzten Winkelgetriebe. Auch wenn ziemlich viele Leute mit ziemlich wenig Ahnung ständig das Gegenteil behaupten.

Was macht die Verschlusssperre in einer Feuerwaffe und welche Waffen haben eine?

Es gibt drei Teile, welche diese Bezeichnung tragen. Meist ist es einfach ein Riegel welcher den Verschlussblockiert, damit Waffen mit Schalldämpfer erstens weniger mechanische Geräusche machen und zweitens es nicht zum Verschlussfensterknall kommt, weil das Gas einfach hinten aus plöppt, wenn es vorne nicht geht.

Was macht die Verschlusssperre in einer Feuerwaffe und welche Waffen haben eine?Was ist Zwischenverriegelung bei Feuerwaffen und welche Waffen haben diese?

Das ist wenn der Verschluss sich erst ganz normal beginnt zu öffnen, dann aber anhält, kurz bevor die Patronenhülse die S-Strecke erreicht und dann erst wieder mit der Öffnungsbewegung weiter macht, wenn der Gasdruck im Lauf gesunken ist.

Was für eine Waffe ist ein Antimaterial-Maschinenkarabiner?

Ein Maschinenkarabiner, also eine kurze Handfeuerwaffe, zur Bekämpfung von Material, meist PKWs. Beispiele wären AR Gewehre für die Patrone .50 Beowulf oder der russische ShAK-12.

Gibts es heute noch Armeen die Handfeuerwaffen in Form von Vorderladern verwenden?

Jap das russische GP-30 Granatgerät.

Sind Rückstoßlader Formschlüssig oder Kraftschlüssig verriegelt?

Formschlüssig, sonst wären es ja Rückdrucklader.

Warum ist das Geschoss der Patrone 7,92x57mm in der Realität 8,22mm dick?

7,92 mm war mal das reale Zug-Kaliber der M88 Rundkopfgeschosspatrone aber als man auf Spitzgeschosse umgestiegen ist, musste man so gut wie alle Kaliber ändern, weil ein Spitzgeschoss sich halt innenballistisch anders verhält.

Wo liegt der Unterschied zwischen dem K98 und K98k?

Der K98 ist nen polnischer Karabiner von 1921 - der K(ar)98k ist nen deutscher Karabiner von 1935. Der Kar98 'kurz' ist übrigens länger als der K98, weil dessen Länge sich nicht auf den polnischen K98, sondern auf den deutschen Vorgänger Kar98b bezieht.

Gibt es Rückdrucklader wenn ja, welche Waffen sind welche?

Rückdrucklader gibt es nicht! Nein kleiner Spaß, es gibt Rückdrucklader und es gibt eine Menge Waffen welche Rückdrucklader sind zb. Walther PPK, MP40, Uzi, G3, FaMAS etc.

Ist das PSO-1 auf einem Dragunow ein Reflexvisier?

Nein, das ist ein Fehler aus der deutschen Wikipedia.

Was ist der Unterschied zwischen einem Rückstoßlader und einem Rückdrucklader?

Der Rückstoßlader nutzt den Impuls, welcher beim beschleunigen des Geschosses entsteht und der Rückdrucklader nutzt die Drucksäule im Lauf für das ausführen der Repetierfunktion.

Wo ist der Unterschied zwischen einer Kleinstmaschinenpistole und einer Reihenfeuerpistole?

Reihenfeuerpistolen haben die klassische Ergonomie und Baugruppenanordnung einer Selbstladepistole oder stammen direkt von einer solchen ab. Kleinstmaschinenpistolen haben jedoch oft kleinen klassischen Schlitten, ein Magazin außerhalb des Griffstückes, einen zweiten Griff, einen integrierte Schulterstütze oder ein weit nach hinten ragendes Schlittenheck.

Warum muss man eine zuschießende Maschinenpistole trotzdem durchladen, wenn das Magazin leer ist, obwohl der Verschluss doch in der Ausgangsposition hinten sein muss?

Weil der Schütze oft einen 'nullten' Schuss abgibt, bei welchem der Verschluss nach vorne schnellt, ohne eine Patrone aus dem Magazin zuführen und zünden zu können. Der Verschluss bleibt also vorne und muss vor oder nach dem Nachladen erneut gespannt werden.

Wird die Kugelgeschwindigkeit bei einem Schalldämpfer schneller oder langsamer?

Berührungslose Schalldämpfer erhöhen die Geschwindigkeit, da das im Schalldämpfer gefangene Gas in diesem das Geschoss weiter antreiben. Berührende Schalldämpfer nehmen dem Geschoss Kraft, weil es durch die Lamellen des Schalldämpfers stoßen muss.

Was ist ein Schalldämpferentkoppler oder Schalldämpfermasseentkoppler, was tut dieses Ding?

Rohrschlaglader müssen den Lauf bewegen, um die Entriegelung einleiten zu können. Eine zusätzliche Masse am Lauf kann das erschweren. Der Entkoppler ist ein kleiner Kolben, welcher sich mit Gas füllt und den Schalldämpfer sozusagen kurz 'weg wirft', damit sich der Lauf normal bewegen kann.

Wo ist der Unterschied zwischen dem HK36 und dem G36 der Bundeswehr?

Das HK36 ist ein Prototyp nach der internen HK Kodierung das G36 ist ein Sturmgewehr nach bundesdeutscher Militärzählung. Die HK Kodierung fürs G36 war HK50.

Wo ist der Unterschied zwischen AKM-47 und Typ56?

Die AKM-47 ist die Version der AKM aus Cuba. Die Typ 56 ist entweder eine unveränderte AK-53, eine AK-53 mit SKS ähnlichem Bajonett oder eine Mischung aus AK-53 und AKM aus China.

Wie nennt man Waffen, die man am Pistolengriff repetiert?

Es gäbe Pistolengriffrepetierer wie einige Sportgewehre aus der DDR, wo man den Pistolengriff nach vorne abknickt. Und es gäbe einige US-Flinten welche man am Griff also am Kolbenhals repetiert, das wären dann Kolbenhalsrepetierer.

Sind G98 und K98 gleich lang (wie lang sind beide)?

Nein, sie sind nicht gleich lang. Das eine ist ein deutsches Infanteriegewehr und das andere eine polnischer Reiterkarabiner. Längen wären 1250mm und 1092mm.

Wo liegt der Unterschied zwischen einem Granatgewehr und einem Granatgerät?

Das Grantgewehr kann man alleine benutzen, das Granatgerät muss an eine andere Waffe oder an einen speziellen Rahmen.

Warum ging das Visier des Gewehr 98 nur bis minimal 400 Meter?

Weil die Waffen auf eine andere Munition umgestellt wurden und man die Visiere nicht ohne einen Komplettumbau auf 200 Meter neu kalibrieren konnte. Ein neues Visier zu entwickeln wäre zu teuer gewesen und weil man eh meinte, das Infanterie nicht auf so kurze Entfernung kämpfen würde, fing das 'Lange Visier' dann bei 400 Metern an.

Wo ist der Unterschied zwischen den Karabinern K98 und K98a?

Der K98 ist basiert auf dem deutschen Kar98AZ und ist 1092mm lang. Der K98a 1150 mm lang und basiert auf einer Mischung aus deutschen G98 und tschechischem vz.24.

Welches ist das größte Handfeuerwaffen-Kaliber?

Müsste ich wirklich mal aber die Panzerfaust 3 ist mit 110mm schon gut dabei.

Haben alle AKM diesen schrägen Kompensator an der Mündung?

Nein, die AKM ist von 1959, die Kompensatoren kam erst in den 70er Jahren also hat man min 10 Jahre ohne die Dinger. Es wurden jedoch irgendwann fast alle AKM mit Kompensatoren nachgerüstet.

Wurde die AK-47 für die 7,62x39mm oder für 7,62x41mm Patrone entwickelt?

Die AK-47 wurde, wie die AK-46 vorher, für die Patrone M43 entwickelt und diese hatte von 1943 bis 1947 die Abmessungen 7,62x41mm. Erst 1948 wurde die Hülse um 3mm gekürzt und mit der AK-48 eine angepasste Version geschaffen. Die AK-48 wurde für einen wichtigen Test jedoch nicht rechtzeitig fertig und so wurde eine AK-47 auf 7,62x39mm umgekammert.

Wurde die 7,62x51mm NATO Patrone aus der .308 Winchester entwickelt oder umgekehrt?

Die Patrone beginnt als .30 No.8 und wird dann langsam zur 7,62x51mm US. Diese Patrone wird dann von Winchester bei der SAAMI als .308 Winchester angemeldet. Nach der Anmeldung geht die Entwicklung jedoch weiter, bis die Patrone als 7,62x51mm NATO von der NATO standardisiert wird. Die zivile .308 stammt also von der militärischen 7,62x51mm ab. Das steht bei Wikipedia umgekehrt, weil es in Infateriewaffen Heute umgekehrt steht einem Buch von 1985.

Warum ist der K98 kürzer als der Karabiner 98 kurz?

Weil sich die Längen von polnischen Waffen nicht auf deutsche Waffen beziehen vice versa.

Kann man die Schäftr von AK-74M und AKS-74 tauschen?

Nein, der Schanierbolzen hat einen anderen Durchmesser und der Gehäuseabschluss einen anderen Winkel.

Gibt es Pistolen mit beweglicher Patronenkammer?

Ja, PSS, Kimbal Combat und Colt Mk.III haben welche, zudem zählen Mundharmonikapistolen und Revolver zu den Pistolen.

Gibt es Handfeuerwaffen, die nur Dauerfeuer schießen können?

Ja, viele Maschinenpistolen aus dem Zweiten Weltkrieg, wie MP40 oder M3 Greasegun, zudem viele Maschinengewehre.

Sind die Kalaschnikow MPi-KmS und die MPi-KMS die gleiche Waffe?

Nein tatsächlich nicht, die eine ist die 'Kalaschnikow mit Schaft' und die andere die 'Kalaschnikow Modernisiert, Schaft'. Erstere hat ein gefrästes Gehäuse zweite eine blechverformtes.

Muss man eine halbautomatische Waffe modifizieren, damit sie vollautomatisch ist oder eine vollautomatische Waffe modifizieren damit sie halbautomatisch ist?

Ich verstehe 'halbautomatisch' hier mal als 'Selbstladend'. Es kommt auf die Verschlussstellung der Waffe an. Zuschießende Waffen sind von sich aus erstmal für Schnellfeuer eingerichtet und benötigen einen speziellen Unterbrecher damit das abgeben von Einzelfeuer möglich wird. Aufschießendewaffen sind von sich aus erstmal nur selbstladend und benötigen spezielle Unterbrecher um Schnellfeuer abgeben zu können.

Wo ist der Unterschied zwischen G36E und G36V?

Die kommerziellen Formen vom G36 bekamen in den 90er Jahren den Suffix E für Export. Ab etwa 2000 wurde aus dem E ein V für Version. Unter Historikern steht das E für die Version mit einem 1,5x Visier auf dessen Oberseite sich eine Notvisierung befindet. Wobei die V Version ein 1,5x oder 3x Visier besitzt auf dessen Oberseite sich eine Railschiene befindet. Diese Unterscheidung wurde jedoch nie von HK bestätigt.

Wo ist der Unterschied zwischen Einzelschuss und Einzelfeuer?

Einzelfeuer ist ein Feuermodus bei Mehrladern, Selbstladern und Schnellfeuerwaffen. Dabei wird bei einem Abkrümmen des Abzuges ein Schuss abgegeben. Einzelschuss dagegen ist der 'Feuermodus' bein Einzelladern, bei dem für jeden Schuss eine neue Patrone von Außen nachgeladen werden muss.

Wo ist der Unterschied zwischen Schnellfeuer und Dauerfeuer bei automatischen Waffen?

Schnellfeuer ist die Fähigkeit einer Waffe mehrere Schüsse bei einmaligem Abkrümmes des Abzuges aus einem Lauf abzugeben. Dauerfeuer ist ein Feuermodus bei welchem solange Schüsse abgeben werden, bis der Schütze den Abzug freigibt oder der Patronenvorrat der Waffe zu Neige geht. Damit ist Dauerfeuer eine Form des Schnellfeuers. Es existieren jedoch noch weitere Formen des Schnellfeuer wie der mechanisierte Feuerstoß, welche meist kein Dauerfeuer zulässt.

Was sagt die Kaliberangabe .56-.46 aus?

Ursprüngliches Kaliber .56 Hülse jedoch auf .46 eingezogen. Früher waren die meisten Patronen schulterlos, das lohnte sich erst mit dem Aufkommen von modernem Pulver. Da viele jedoch das Kaliber auch nutzten, um in Erfahrung zubringen, wie groß der Hülsendurchmesser war, hat man das alte Kaliber einfach stehen gelassen und dass neue Geschosskaliber dann nach einem Minus angegeben. Bitte dabei auf den Punkt achten eine Zahl nach einem Minus ohne Punkt wäre dann das Pulvergewicht in Grain.

Gehört die AK-74M zur AK-100 Familie?

Jain, es gibt sowohl die AK-74M-74 als auch die AK-74M-100. Es existieren also zwei AK-74M Versionen einmal auf AK-74 stand und einmal auf AK-100 Stand. Di AK-74M-100 erkennt man an der Rotationshilfsniete auf der linken Gehäuseseite hinten den zwei oberen Nieten des Schildzapfens. Zudem haben die AK-74M-100 oft einen glatten Gehäusedeckt aber dieser ist zwischen 74 und 100 austauschbar.

Was ist der Unterschied zwischen einem Mündungsfeuerdämpfer und einem Mündungsmodulator?

Ein Mündungsfeuerdämpfer soll das Mündungsfeuer verbergen oder besser gar nicht erst entstehen lassen. Ein Mündungsmodulator verändert quasi das Mündungsfeuer einer Waffe. Ein Mündungsfeuerdämpfer ist also ein Mündungsmodulator aber nicht der einzige den es gibt. Zudem existieren noch die Mündungsbremse, der Mündungskompensator und der Schalldämpfer.

Um wie viel Schuss die Minute senkt die Verschlusssperre im MG3 die Feuergeschwindigkeit?

.. um 40 Schuss die Minute.

Warum funktioniert das G3 mit Platzpatronen ohne einen Rückstoßverstärker, obwohl es ein Rückstoßlader ist?

Weil es kein Rückstoßlader ist.

Gibt es eine Handfeuerwaffen, die keinen Schalldämpfer braucht, weil sie kein Mündungsfeuer hat?

Ja Waffen mit Treibspiegelfängern und Waffen mit Gassiegelpatronen wie die PSS haben kein Mündungsfeuer.

Warum haben DDR Kalaschnikows oft gemischte Schaftteile, manche Holz und mache Plastik an ein und derselben Waffe?

Weil die 'Plaste'-Teile alle unterschiedlichen Hitze- und Stoßbelastungen ausgesetzt waren, und das Material erst nach und nach gut genug wurde, um dem standhalten zu können. Ab 65 wurden erstmal nur obere Handschutz und Pistolengriff aus Plaste gefertigt, der Rest blieb Holz. 66 kam der Kolben dazu und erst 80 der untere Handschutz, der war dann aber aus glasfaserverstärktes Duroplast und das hatte ne leicht andere Farbe als der obere Handschutz.

Wann wurde die AK-47 bei der Sowjetarmee eingeführt?

1949, das AK-47 ist eigentlich nur ein Prototyp zwischen AK-46 und AK-48. Das was man im Westen als AK-47 bezeichnet, wurde von den Sowjets einfach AK genannt. Die Bezeichnung AK-47 geht auf einen CIA Agenten zurück, der den ungarischen Volksaufstand beobachtete. Warum er die Waffe in seinen Aufzeichnungen als AK-47 bezeichnete ist heute unklar.

Was sind die besten Bücher zum Thema Waffen-Geschichte und Waffen-Technik?

Zur Geschichte am besten das jeweilige Spezialbuch zur jeweiligen Waffe und zur Technik Verschlusssysteme von Feuerwaffen von Peter Dannecker.

Was ist an der AKv-521 so neu, das alle so aus dem Häuschen sind?

Die meisten AK Modelle hatten bis jetzt einen Wannenaufbau. Alles wichtige lag in einer Wanne, das obere Gehäuse war lediglich ein Deckel. die AKV-521 bricht jedoch damit und lässt den Verschluss im oberen Gehäuse laufen und geht damit einen Schritt in Richtung AR-15. Es ist wohl dieser Bruch mit der Tradition, welche einige Leute so aufregt.

Sind Revolver nach dem deutschen Waffengesetz Repetierter?

Noch nicht .. aber da kann man ja was dran ändern.

Quellen:

Assault Rifle, The Development of the Moddern Military Rifle and its Ammunition von Maxim Popenker & Anthony G. Williams erschienen bei The Crowood Press 

Sub-Machine Gun, The Development of Sub-Machine Guns and their Ammunition von Maxim Popenker & Anthony G. Williams erschienen bei The Crowood Press

Handfeuerwaffen Band I von Jaroslav Lugs erschienen bei Militärverlag der DDR

Verschlusssysteme von Feuerwaffen von Peter Dannecker erschienen bei dwj Verlags GmbH

Kalaschnikow, Das Genie und sein Lebenswerk von Edward Clinton Ezell erschienen bei dwj Verlags GmbH

Von der Kalaschnikow zur WIEGER, Militärwaffenproduktion in der DDR von Prof. Dr. Rigo Herold erschienen bei Freunde und Förderer des Waffenmuseums Suhl e.V.

The Black Rifle, M16 Retrospective von R. Blake Stevens & Edward C. Ezell erschienen bei Collector Grade Publications

The Black Rifle II, the M16 into the 21st Century von Cristopher Bartocci erschienen bei Collector Grade Publications

Hatcher's Notebook, A Standard Reference Book for, Shooters, Gunsmiths, Ballistics, Historians, Hunter and Collectors von Julian S. Hatcher erschienen bei Military Service Publishing Company

Karabiny i karabinki Mauser 98 w Wojsku Polskim w latach 1918-1939 von Pawel M. Rozdzestwienski, Krzysztof Haladaj erschienen bei ZP Grupa Sp-z o.o

Vom Pulverhorn zum Raketengeschoß Die Geschichte der Handfeuerwaffen-Munition von Manfred R. Rosenberg, Katrin Hanne erschienen bei Motorbuch Verlag

Guns of the Wild West Firearms of the American Frontier 1849-1917 von Georg Markham erschienen bei Arms & Armour Press

Sturmgewehr 44 Vorgänger, Entwicklung und Fertigung der revolutionärsten Infanteriewaffe von Dieter Handrich erschienen bei dwj Verlags GmbH

K98 Der polnische Inter-War Karabiner aus Radom und Warschau von Nina J. Kramer erschienen bei Selbstverlag

Small Arms Profile 22 Armalite Weapons von F.W.A. Hobart erschienen bei Profile Publications Ltd.